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IVG Holding abwarten


20.11.2001
Die Telebörse-online

Der Analyst Horst Buchwald von "Die Telebörse-online" rät Anlegern bei der Aktie der IVG Holding AG (WKN 620570) abzuwarten.

Die Bonner hätten für dieses Jahr das siebte Rekordergebnis in Folge angekündigt. Derzeit sehe es jedoch nicht danach aus.

Nach den heute veröffentlichten Zahlen für die ersten neun Monate 2001 sei das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 64,3 (Vorjahreszeitraum) auf 46 Mio. Euro gesunken. Der Gewinn vor Steuern sei von 43,4 auf 34,5 Mio. Euro zurückgegangen. Der Umsatz sei von 265,3 auf 205,2 Mio. Euro abgesackt.


Für diese Entwicklung gebe es gute Gründe. Immobilien müssten immer mal wieder modernisiert und entwickelt werden. In diesem Jahr habe das für drei bedeutende Projekte in Brüssel, London und München-Ottobrunn zugetroffen. Die IVG investiere hier zusammen 150 Mio. Euro. Durch die Umgestaltungsarbeiten und Qualitätsverbesserungen würden zunächst die Mieten entfallen. Aber die IVG gehe davon aus, dass sie sich später als Folge der Modernisierung wieder erhöhen würden.

Zugleich habe IVG im ersten Halbjahr drei bedeutende Büroimmobilien erworben. So zum Beispiel auch die Hauptverwaltung des schwedischen Vattenfall-Konzerns in Stockholm.

Ärger habe das Bonner Unternehmen vor allem in Berlin. Mit Hochtief solle der Großflughafen Berlin gebaut werden. Doch die bisher vorgelegten zwei Angebote seien von den Gesellschaftern (Länder Berlin, Brandenburg und der Bund) abgelehnt worden. Jetzt gebe es zahlreiche Befürworter, die sich dafür einsetzen würden, dass die Gesellschafter den Flughafen selber bauen und ihn später mit Gewinn veräußern würden.

Noch nicht absehbar sei, welche Folgen der Machtübernahme der WCM habe. Die Frankfurter Beteiligungs- und Immobilienholding habe erst vor wenigen Tagen seine Anteile an der IVG erhöht und damit die Kontrolle über das Unternehmen übernommen. WCM- Chef Roland Flach habe bisher zu den Zielen nur soviel verraten: "Wir werden sorgfältig die einzelnen Geschäftsfelder der IVG ansehen und dann über unsere endgültige Positionierung in diesem bedeutenden Engagement entscheiden." Solche unpräzisen Aussagen würden den Anleger verunsichern. Entsprechend stark sei die Seitwärtsbewegung des Kurses seit beinahe einem Monat.

Der Analyst von "Die Telebörse-online" rät den Anlegern derzeit zum Abwarten, denn die vorgelegten Zahlen sind nicht überzeugend und die Zukunft des Unternehmens steht noch in den Sternen.




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